Wachstum in die App einpflanzen

Ein toller Artikel von Inc42.com, wie die Macher der QuizUp App es zu 1.5Mio downloads gebracht haben.

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Die größten Learnings daraus sind:

  1. Soziale Bestätigung der Spieler befriedigen (Show Off)
  2. Manuelle arbeiten auf die Cloud auslagern (Fragen schreiben)
  3. Geschäftsmodell ins Produkt integrieren und nicht “aufsetzen” (Native Advertising)

Hier gehts zum Artikel

Das neue iTunes Connect

Apple veröffentlicht mit iOS8 ein neues iTunes Connect, dieses Video der WWCD 2014 sollte jeder gesehen haben, der sich mit App Marketing auseinander setzt.

App Marketing mit iTunes Connect

Das neue iTunes-Connect bietet unter anderem App Previews in Form von Videos, App Bundling und erweiterte Statistiken wie z.b. “App Store Views”, die für eine ordentliche Funnelanalyse enorm wichtig fürs App Marketing sind.

App Marketing mit Push-Nachrichten

Pushnachrichten App Marketing

Push-Nachrichten sind im App-Marketing womöglich noch wichtiger wie eMail-Marketing im Webbereich. Die gezielte Ansprache eines Users direkt in seinen nahezu persönlichsten Bereich.

Ich erkläre in diesem Post, wie Push-Nachrichten unter iOS und Android dazu genutzt werden können, alte aber auch neue User wieder zu aktivieren bzw. reaktivieren.

1. Erlaubnis

Zwischen Android und iOS gibt es beim setzen der Erlaubnis zu Push-Nachrichten einen großen Unterschied. Bei iOS sind Push-Nachrichten mit dem Opt-In-Verfahren gelöst. Das bedeutet, dass ein User einer App beim Start zuerst die Erlaubnis geben muss ihm Nachrichten schicken zu können. Bei Android sind die Nachrichten per Opt-Out deaktivierbar und von Beginn an erlaubt.

Dieser kleine Unterschied hat zur Folge, dass auf Android meist mehr als 95% der User Push-Nachrichten empfangen. Bei iOS sind es meist weniger als 50%.

Tipp

Nutzen Sie nicht den von iOS vorgegebenen Dialog, sondern stellen Sie beim Onboarding zuerst die Vorteile heraus, die eine Pushbenachrichtigung für Ihre App mit sich bringt. Hier legen Sie zwei Call-To-Action Buttons an und lassen den User hier entscheiden. Gibt er die Erlaubnis, wird darauffolgend der Standarddialog eingeblendet, den der User mit hoher Wahrscheinlichkeit auch bestätigen wird, da die Intention gesetzt ist.

Push erlauben fürs App Marketing

Wählt der User “Später”, so haben Sie die Möglichkeit Ihn zu einem späteren Zeitpunkt, z.B. an einem Punkt in der App an dem Push-Nachrichten wirklich sinnvoll sind, nochmals nach der Erlaubnis zu Fragen.

Wählen Sie diesen Weg nicht, so ist diese Methode im Nachhinein nicht mehr Möglich, da die Erlaubnis direkt in den Systemeinstellungen gesetzt wird.

2. Badges

Die kleinen roten Kreise auf dem App-Icon sind eine wunderbare Methode um User zu reaktivieren. Ein Grund für die Effektivität dieser “leisen” Methode ist, dass es viele aus Interesse nachsehen, was es mit dem Badge auf sich hat und ihn unter umständen entfernen wollen. Dieses Re-Engement kann nun gezielt für in-App Marketing genutzt werden um den User wieder zu einem wiederkehrenden Kunden zu machen.

Badges für App Marketing

Die Push-Badges sind außerdem bei allen Usern aktiviert, die Ihre App mit iOS 6 installiert haben. Hier gab es eine kleine Lücke im Erlaubnissystem, sodass auch bei Usern, die Push-Nachrichten expliziert verweigert haben, Badges zu sehen bekommen.

3. Geofencing

Geofence-Nachrichten sind standortbasierte Pushs, die für Shoppingapps oder To-Do-Apps sinnvoll sind. Der User bekommt eine Nachricht wenn es auch wirklich für Ihn relevant ist. Geofencing ist eine tolle Methode für alle Apps, die einen Ortsbezug haben oder aufbauen können.

4. Push-Nachrichten mit Bildern

Unter Android gibt es die tolle Möglichkeit Bilder in Push-Nachrichten einzubauen. Diese Methode macht Ihren Push besser sichtbar und erscheint dem Betrachter wichtiger und prominenter. Die Öffnungrate kann hier signifikant gesteigert werden!

Push mit Bildern

5. Emoji im Push

In iOS werden derzeit noch keine Bilder für Pushnachrichten erlaubt. Was allerdings funktioniert, sind kleine Emoji-Icons, die helfen können eine Message schneller und besser rüberzubringen. Diese Nachrichten poppen ein wenig aus dem Einheitsbrei an Buchstabenpushs heraus und erzeugen so mehr Aufmerksamkeit. Allerdings sollte man damit vorsichtig sein und es nicht übertreiben.

Emoji-Icons fürs App Marketing

App Marketing Grundlagen

App Marketing Messen

Bevor Sie überhaupt an App Vermarktung und App Marketing denken, sollten Sie einen ordentlichen Plan zur Analyse Ihrer User bereithalten. Um messen zu können woher die Downloads Ihrer App kommen, sollten Sie z.b. MobileAppTracking oder AppsFlyer einsetzen. Damit werden den Downloadquellen, die tatsächlichen Installationen zugeordnet. Dies ist wichtig um kleinere Werbekampagnen auf Ihre Effektivität prüfen zu können.

Was machen meine User?

Für effektives App Marketing empfiehlt sich ebenso die integration eines Trackinganbieters wie z.b. Localytics oder Flurry. Es gibt inzwischen auch die Möglichkeit GoogleAnalytics als Trackingkomponente einzusetzen, da GA, aber immer noch sehr auf Webtracking ausgerichtet ist, empfiehlt sich der Einsatz eines Anbieters, der sich auf den mobilen Bereich spezialisiert. Durch eine solchen Dienst können Sie messen, wie sich die User in Ihrer App verhalten, wie lange sie sich dort aufhalten, wie viele aktive User sie haben und ob es vielleicht bestimmte Probleme mit dem User Interface gibt (Features werden nicht genutzt, da nicht verstanden). Später nutzen Ihnen diese Dienste, wenn es darum geht gezielte Pushnachrichten an Ihrer User zu schicken um das App Marketing innerhalb der App weiterzuführen.

Tracking ist ein MUSS für das App Marketing

Localytics analysiert das Nutzerverhalten

Verzichten Sie zudem auf “Vanity Metrics” wie z.b. die Downloadzahlen der App. Diese sagen so gut wie nichts wertvolles aus und sind höchstens zu Marketingzwecken (“Diese App hat 1 Mio. Downloads”) sinnvoll. Messen sie tatsächliche Größen, wie z.b. die Aktiven User pro Monat.

App Marketing beginnt mit der Idee

Liefern Sie eine gut gemachte App, die Leute anspricht. Eine Gute Idee ist noch nicht alles. Weitere Faktoren sind eine gute UI, ein gutes Pricing und der Spaßfaktor.

Worauf achten die User bei Apps?

App Store Beschreibung

Der Auftritt im AppStore muss überzeugen. Sowohl die ersten 300 Zeichen der Beschreibung, als auch die Screenshots (vor allem der erste) und das Icon sind Entscheidend für den Kauf/Download. Hier sollten Sie versuchen den wesentlichen Vorteil der App sofort und einfach herauszustellen.

App Store SEO (ASO)

Schaffen Sie es die wichtigsten Keywords für Ihre App-Marketing-Strategie herauszufinden und bei diesen Keywords in der AppStore-Suche direkt auf dem ersten oder zweiten Platz zu ranken, werden Sie mit vielen organischen Downloads rechnen können. Tolle kostenlose Tools fürs App Marketing gibt es hierfür von AppAnnie.com, den Google Keyword Planner oder auch MobileDevHQ. Mit diesen App Marketing Tools messen Sie ständig Ihr aktuelles Ranking bezogen auf bestimmte Suchbegriffe. Mehr zum Thema ASO gibt es in dem älteren Artikel über den App Titel oder bei Wikipedia.

Nutzen Sie die vollen 100 Zeichen des Keyword-Feldes aus. Bei GooglePlay sollten Sie ausserdem versuchen Ihre wichtigsten Keywords in die App-Store-Beschreibung zu bringen, da Google auch dies als Rankingfaktor einbezieht. Bei Apple ist dies nicht der Fall. Die wichtigsten App Marketing Stellhebel für den AppStore sind also Titel, Keywords & Bewertungen. Bei GooglePlay ist dies der Titel, die Beschreibung und ebenfalls die Bewertungen.

Keywordanalyse für das App Store Marketing

App Vermarktung mit der Landingpage

Viele Entwickler vertrauen auf die Landingpage des iTunes-Store oder GooglePlay. Diese ist allerdings nach Marketinggesichtspunkten nicht ideal, wenn Kunden direkt nach Ihrer App bei einer Suchmaschine suchen. Leiten Sie diese Kunden deshalb auf eine speziell für die App eingerichtete Landingpage und überzeugen Sie hier mit Medien und mehr Informationen. Vergessen Sie nicht Call-To-Action Buttons gut sichtbar zu platzieren.

Die Landingpage MUSS natürlich für mobile Geräte ausgerichtet sein um die App erfolgreich zu vermarkten. Am besten entwickeln Sie ein responive Design, sodass alle Displaygrößen gut angesprochen werden können.

Zufriedene User befragen

Versuchen Sie gute Bewertungen von Ihren Usern zu bekommen. Stellen Sie dazu Anfragen direkt nach “Erfolgen” innerhalb der App und nicht gleich zu beginn. Ebenso sollte die Fragen nach der Bewertung auch nicht beim ersten oder zweiten Starten der App kommen. Etwas mehr Details gibt es in einem älteren Artikel.

Pressemitteilung war gestern

Versuchen Sie es am besten gar nicht erst. Pressemitteilungen für Apps bringen es nicht mehr. Dafür gibt es zu viele App-Launches und die Themenblogs und -magazine laufen vor neuen Apps fast über. Versuchen Sie stattdessen spezielle Blogger auf App-Reviews anzusprechen oder planen Sie eine ganz andere PR-Aktion. App Marketing für 0 Euro war gestern. Investieren Sie ein kleines Testbudget und probieren Sie mehrere Werbeformen und Formate aus um zu sehen was funktioniert und was nicht.